Ferienhöfe fordern Re-Start von Landurlaub zu Ostern

Bundesweite Video-Aktion: "Die mit Abstand sicherste Art von Urlaub!"

Berlin/Oldenburg. Der Landtourismus unterstützt mit großer Akzeptanz die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trotz massiver wirtschaftlicher Verluste. Doch jetzt mit fortschreitender Impfkampagne und zugleich strengen Hygienemaßnahmen fordern die Anbieter in einer bundesweiten Video-Aktion eine Öffnung ihrer Ferienhöfe.
Landurlaub ist eine sichere Urlaubsform, so die Botschaft der rund 100 Gastgeber, die sich per Video an die Politik wenden. Die Gäste versorgen sich autark und verbringen ihren Urlaub nur mit dem eigenen Haushalt. Schon im Sommer 2020 haben die Ferienbetriebe mit ihren Hygienekonzepten einen maßgeblichen Beitrag zum sicheren Reisen geleistet. Der Bauernhofurlaub bietet mit Abstand die sicherste Urlaubsform während der Pandemie und bietet zugleich die nötige Erholung und Bewegung in der Natur.

„Viele unserer landwirtschaftlichen Betriebe brauchen dieses zweite Standbein. Der Umsatzverlust der Ferienhöfe durch Corona liegt bereits bei 325 Mio. Euro. Das Ostergeschäft macht einen wichtigen Anteil des Jahresumsatzes auf den Ferienhöfen aus, und 56 Prozent der Betriebe geben an, dass sie ohne Ostergeschäft in Liquiditätsengpässe kommen, zumal die meisten Ferienbetriebe keinen Anspruch auf Corona-Hilfen haben“, betont Ute Mushardt, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland und gibt damit die Ergebnisse der aktuellen Gastgeber-Umfrage ihres Bundesverbandes wieder.

Martina Warnken, Vorsitzende der LandTouristik Niedersachsen, und selbst Ferienhofbetreiberin versteht die wachsende Sorge ihrer Berufskolleginnen und -kollegen sehr gut. Seit über 16 Wochen stehen ihre Ferienwohnungen leer. Den Komplettausfall der touristischen Einnahmen lasse sich mit der Landwirtschaft nicht kompensieren, erläutert sie. Dafür seien die landwirtschaftlichen Strukturen auf den Ferienhöfen zu klein, so dass die beiden Betriebszweige Landwirtschaft und Tourismus nur miteinander funktionieren. Frau Warnken macht außerdem auf einen weiteren wichtigen, gesellschaftlichen Aspekt aufmerksam: „Wir sollten auch an die Menschen denken, die seit Monaten durch Doppelbelastungen wie Home- Office und Home-Schooling eine schwere Last zu tragen haben. Mit dem Aufenthalt auf einem Ferienhof können wir diesen Menschen einen Lichtblick bieten. Sie hätten eine Abwechslung zur Situation zu Hause – oftmals auf engstem Raum – und könnten etwas Mut und Kraft tanken für den weiteren Weg, der mit Corona noch vor uns liegt.“

„Lasst uns öffnen, spätestens zu Ostern!“, ist deshalb die eindringliche Botschaft der knapp 10.000 Ferienhöfe in Deutschland an die Politik. Die einzelnen Videos der Ferienhöfe können unter diesem Youtube-Link aufgerufen werden.

 

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