Niedersachsen erleben – Kultur und Tradition

Moin!

Was ist typisch niedersächsisch? Grünkohl, Nordseekrabbe und Ostfriesenwitz? Da geht noch mehr!

Gehen Sie auf Entdeckungsreise durch das Land. Sie werden merken, jede Region hat etwas Eigenes – Bauweisen, Traditionen, Sprache, Essen und Trinken sind überall verschieden, immer liebenswert und stets eine Reise wert.

Große Hallenhäuser auf weitläufigen Hofgeländen finden sich vom Artland bis zur Lüneburger Heide. Der Harz bietet Bergbautradition. Im Weserbergland haben viele bekannte Märchen ihren Ursprung. An der Nordseeküste dominiert die Seefahrt. In Geest und Heide finden sich mit den großen Steingräbern Zeugnisse aus der Steinzeit. Die Moorregionen, wie z. B. Emsland, Oldenburger Münsterland oder Teufelsmoor, waren lange Zeit vom Torfabbau geprägt. Dazu kommen die Künstlerdörfer Worspwede und Fischerhude.

Und ein kleiner Schnack mit den Menschen vor Ort offenbart ganz neue Welten. Doch Plattdeutsch ist nicht gleich Plattdeutsch – vielleicht hören Sie es ja heraus. Und dann ist da noch das Saterfriesisch, das nur in der Gemeinde Saterland gesprochen wird…

Ostfriesen 1x1

Die wohl bekannteste Region für ihr Platt ist Ostfriesland und vor allem hier macht es etwas her, wenn man ein paar Sätze nicht nur auf Hoogdüütsch, sondern auch auf Platt sprechen kann. Hier eine kleine Übersicht, damit Sie schon mit dem Vokabeln lernen anfangen können.

Alle Höfe an der Nordseeküste

Dazu kommen kulinarischen Genüsse – so vielfältig wie die Menschen:

Teezeit in Ostfriesland, Matjes und Nordseekrabben an der Küste, Schinken aus dem Ammerland, Spargel aus dem Oldenburger Münsterland und der Mittelweser-Region,  Heidschnuckenbraten, Heidekartoffeln und Heidehonig aus der Lüneburger Heide, Erdbeeren aus dem Oldenburger Münsterland – das ist nur eine Auswahl der Köstlichkeiten, die Ihnen in Ihrem Landurlaub in Niedersachsen begegnen werden.

Oft geht Essen und Trinken auch einher mit Brauchtum. So hat z. B. zwischen Ems und Elbe der Grünkohl Tradition. In geselliger Runde geht man im Winter auf Kohlfahrt, gönnt sich Bewegung, Boßeln und Schnaps an der frischen Winterluft, um sich danach im Landgasthof bei Grünkohl und deftigen Beilagen wieder aufzuwärmen.

Rezepte von unseren Höfen

Besonders interessant sind auch verschiedene Bräuche in Niedersachsen. Manche Traditionen sind über das ganze Bundesland verbreitet und einige ziehen sich nur durch bestimmte Regionen. Viele Bräuche haben auch die gleiche Abstammung, aber entwickelten sich in den einzelnen Teilen des Landes unterschiedlich.

Hier haben wir eine Auswahl an verschiedenen Bräuchen zusammengestellt, die Ihnen vielleicht kurios erscheinen, aber tatsächlich bis heute weitergeführt werden.

Kilmerstuten

Der Kilmerstuten wird im Oldenburger Münsterland von Freundesgruppen, Vereinen oder der Nachbarschaft zur Feier eines Neugeborenen zu den frischgebackenen Eltern gebracht. Bei einem geselligen Umtrunk wird der lange Stuten dann angeschnitten. Auch in anderen Regionen in Niedersachsen, wie dem Osnabrücker Land, Emsland oder der Grafschaft Bentheim werden die bis zu 7 Kilo schweren süßen Brote gebracht. Da bleibt für jeden ein Stück! Traditionell tragen die Männer einen Zylinder oder Filzhut und sowohl Damen als auch Herren tragen schwarze Hosen und weiße Blusen bzw. Hemden. Im Anschluss wird das Gebäckstück auf einer Holzleiter durch die Nachbarschaft getragen.

 

Alle Höfe im Oldenburger Münsterland

Pfingstbäume

Vielerorts wird in Niedersachsen zur Feier des Pfingstfestes das Pfingstbaumpflanzen veranstaltet. Die Aktion, die auch Pfingstbaumsetzen oder Maisetzen genannt wird, unterliegt je nach Region unterschiedlicher Handhabe und Traditionen. Gleich bleibt, dass eine junge Birke als Pfingstbaum geschlagen wird oder die Birkenzweige mit Frühjahrsaustrieb benutzt werden. Oft wird auch farbiges Krepppapier an die Birke gebunden. Die Pfingstbäume werden an den Häusern festgebunden oder davor eingepflanzt und bei Fachwerkhäusern sogar an die Balken genagelt.

 

Heidekönigin

Die Wahl zur Heidekönigin ist eines der Highlights im Jahr in vielen Städten und orten der Lüneburger Heide. Meist wird beim Stadtfest gewählt, welche junge Frau, die neue Repräsentantin des Ortes werden soll. Die bekanntesten Wahlen finden in Amelinghausen und in Schneverdingen zum beliebten Heideblütenfest statt. Für Kölner ist der Karneval die fünfte Jahreszeit, für die Heideregion ist es das Heideblütenfest. Traditionell tragen die zünftigen Königinnen ein weißes Kleid und einen purpurfarbenen Mantel, sowie eine Krone aus Heideblüten. In Amelinghausen gibt es mittlerweile auch das männliche Gegenstück zur Heidekönigin – den Heidebock.

 

Alle Höfe in der Lüneburger Heide

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